Extinktionslernen ermöglicht Umlernen aufgrund neuer Erfahrungen.  Erst eine neue Erfahrung im alten Kontext macht deutlich,  wie wir uns in Zukunft durch flexibleres Verhalten schneller und vor allem einfacher an veränderte Bedingungen anpassen können.

connecting link® ermöglicht Extinktionslernen ganz praktisch und direkt. Dabei wird im ersten Schritt aufgezeigt, welche neuronalen Muster und Mechanismen bisher zum wiederholten Scheitern geführt haben und das diese kognitiv auch nicht beeinflussbar sind, da reine Willenskraft dazu biologisch nicht ausreicht.  Im zweiten Schritt werden diese Muster aufgelöst, so dass der Mensch auf ganz natürliche Art und Weise und ohne neue Selbstverpflichtung in der Lage ist, nun neue Erfahrungen zu machen.

Und dieser Vorgang ist für jeden Beteiligten direkt als eigene Referenz körperlich erlebbar.

Warum sind neue Erfahrungen so wichtig?

Die Evolution macht deutlich, wie wichtig es ist, sich immer wieder durch neue Erfahrungen an die veränderten Bedingungen anpassen zu können. Das setzt ein hohes Maß an flexiblem Verhalten voraus.

Die Stressforschung hat jedoch nachgewiesen, dass wir Menschen unter Stress aber genau dazu nicht in der Lage sind. Anstatt unser Verhalten flexibel anzupassen, reagieren wir reflexartig und wiederholen unbewußt alte Gewohnheiten. Selbst wenn wir erkennen, wieder einmal im Reflex gehandelt zu haben und uns fest vornehmen, das in Zukunft zu ändern, schaffen wir es nicht.

Warum ist das so, warum reicht unser fester Wille dazu nicht aus?

Weil unter Stress  die Neurotransmitter und Stresshormone  Cortisol und Noradrenalin ausgeschüttet werden.

Dies führt gleichzeitig zu „zweierlei Verhalten“.

Zum Einen werden die kognitiven Prozesse, d.h. die Fähigkeit konstruktiv zu denken, unterbrochen ( die pro-aktive Handlung wird geblockt). Zum Anderen wird stattdessen ein gewohntes Verhaltensmuster aus der Vergangenheit reaktiviert ( der Reflex wird aktiv).

D.h. Cortisol und Noradrenalin wirken nicht nur in die Zukunft, indem sie angemessenes Verhalten blockieren, sie wirken gleichzeit auch in die Vergangenheit, da sie stattdessen eine alte Gewohnheit, ein unangemessenes Verhalten initiieren. In diesen Vorgang können wir willentlich nicht eingreifen, da wir ihn erst realisieren, nachdem er stattgefunden hat, nachdem wir wieder einmal „in die Falle getappt“ sind.

Neurotransmitter sind immer schneller als unser Bewußtsein.

D.h., egal wie ernsthaft wir uns bemühen und anstrengen, unser bewußter Wille scheitert an einer bio-chemischen Grenze, die er nicht überschreiten kann, da schließlich Neurotransmitter entscheiden, das alte, uns nicht bewusste Muster zuerst zu aktivieren.

Einer der mächtigsten Wirtschaftsmanager Europas, Prof. Fredmund Malik, ist mit seinem Management-Institut, in dem Entscheidungsträger und Führungskräfte der Wirtschaft aus- und fortgebildet werden, ausgesprochen erfolgreich. Zu den Gründen befragt, erklärte er in einem Interview, dass sich sein Unternehmen abseits des Mainstreams bewege. Man habe verstanden wie wichtig es sei, zu lernen, wieder zu vergessen. Entsprechende Erfolgsmodelle finde man in der Evolution.

Am 06.06.2017 teilte das Deutsche Ärzteblatt in seiner aktuellen Ausgabe mit, dass die Deutsche Forschungs­gemeinschaft an der Ruhr-Universität Bochum den Sonderforschungsbereich (SFB) 1280 eingerichtet hat, der sich dem Extinktions­lernen – dem Umlernen – widmen wird.

Neben der Bochumer Sprecherhochschule und seinem Universitätsklinikum sind auch die Medizinische Fakultät der Universität Duis­burg-Essen, das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund sowie die Philipps-Universität Marburg an dem SFB beteiligt.

„Der Prozess des Erstlernens ist sehr gut untersucht. Aber die Mechanismen des Extinktionslernens (Umlernens) sind bislang nur lückenhaft verstanden“, sagte Onur Güntürkün, Sprecher des neuen For­schungsverbundes.

Extinktionslernen gilt als grundlegend für die Bewältigung psychischer Probleme.

Gelingt Extinktionslernen nämlich nicht, d.h. verlieren wir Menschen durch reflexartiges Verhalten immer häufiger den  Anschluss an die neue Bedingungen, mündet der Stress, der aus solchen Negativerfahrungen resultiert, früher oder später in psychischen Problemen wie Angststörungen, Burn-Out , Suchterkrankungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen.

Insbesondere in Schulen und an Universitäten wird der Griff nach entsprechenden Medikamenten zur Bekämpfung von Stress und zur Steigerung der Konzentration und Leistungsfähigkeit fast schon zur Gewohnheit. Später im Berufsleben kommen dann noch weitere gesundheitsgefährdende Stressbewältigungsmodelle hinzu.

Diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen gelingt am einfachsten und nachhaltigsten durch die Mechanismen des Extinktionslernens.

connecting link® hat die Notwendigkeit des Umlernens durch Extinktionslernen ebenfalls erkannt, geht aber entgegen des Mainstreams  konsequent davon aus, dass es bei dem Prozess des Umlernens primär zunächst um die Auflösung vegetativer Muster geht, die naturgemäß durch kongnitive Fähigkeiten willentlicht nicht zu überwinden sind. Geistige Prozesse können nämlich kausal nicht rückwärts wirken.

Und genau deshalb münden die mit der connecting link®-Methode eingeleiteten biokybernetischen Veränderungsprozesse, in deren Verlauf die vegetativen Muster aufgelöst werden,  auch so erstaunlich effektiv, einfach und natürlich in einer Re-Aktivierung

  • der emotionalen Belastbarkeit
  • des Immunsystems
  • sozialer Kompetenzen durch die Übernahme von Eigenverantwortung
  • ehemals vorhandener kognitiver Fähigkeiten
  • des Selbstbewusstseins
  • der mentalen Stärke durch Konzentrationsfähigkeit und Kreativität
  • der Belastbarkeit und damit verbunden, dem Interesse für Neues
  • der Eigenverantwortung durch aktiven Ausstieg aus selbstzerstörerischem Verhalten und Krankheit.

Menschen, die ursprünglich entsprechende Belastungssymptome schilderten, berichten  stattdessen von Zuständen, die im wesentlichen gekennzeichnet sind duch Angstfreiheit, Konfliktfähigkeit und einem neuen Elan für das Leben.

„Brich das Muster auf, das die Lerninhalte verbindet,
und du zerstörst notwendigerweise alle Qualität.“  G. Bateson

Die erstaunliche Effektivität von connecting link®  resultiert als ganz natürliche Folge aus der konsequenten Umsetzung des Prinzips, dass Muster nur im Zuge destruktiver Interferenzen aufzulösen sind. Rein kognitive Vorgänge sind dazu nicht in der Lage, sie können kausal nicht rückwärts wirken. Das ist biologisch ausgeschlossen.

Die Erfahrungen aus vielen tausend Einzelsitzungen sprechen dabei ihre eigene Sprache, erfüllen sie doch allesamt die Erwartungen des Extinkstionslernens in nahezu vollem Umfang.